MEDIENMITTEILUNGEN / COMMUNIQUES DE PRESSE


2005 | 2004 | 2003 | 2002

 

2005

 

30. September 2005

Biologische Ersatzteile für den menschlichen Körper

Vor allem in zwei Bereichen setzen Mediziner auf Tissue Engineering: Beim Ersatz vom wichtigen Organteilen, wie Knorpel und beim Ersatz von Nervenzellen. Die Fortschritte, die in den letzten Jahren von Wissenschaftern auf diesen Gebieten gemacht wurden, sind gross. Besonders auf dem Feld der Entwicklung von biologischen Herzklappen kamen die Forscher voran. Sie schafften es, in einem Bioreaktor biologische Herzklappen herzustellen, die sich vor allem für den Einsatz bei herzkranken Kindern eignen. Andere Forschungsprogramme im Rahmen des NFP 46 haben sich mit der Rekonstruktion der Luftröhre oder von Gewebe im Harnbereich beschäftigt. Besonders gross sind die Fortschritte allerdings auf dem Gebiet der künstlichen Nerven.

 

29. September 2005

Auf Stammzellen setzen Mediziner grosse Hoffnungen

Auf Stammzellen setzt die moderne Medizin grosse Hoffnungen. Sie sind in der Lage, sich in viele verschiedene Zelltypen zu differenzieren. Mit ihrer Hilfe könnten nicht mehr funktionierende Zellen ersetzt oder zerstörtes Gewebe repariert werden, so die Hoffnung von Medizinern. Stammzellen werden entweder aus dem Organismus von Erwachsenen gewonnen oder aus embryonalem Gewebe, das zum Beispiel bei Abtreibungen anfällt. Im Rahmen des NFP 46 haben sich Wissenschafter intensiv mit dem Einsatz von Stammzellen zur Therapie verschiedener Krankheiten beschäftigt. Dabei erscheinen auch Behandlungen möglich, die vor wenigen Jahren noch als vollkommen ausgeschlossen galten. Der Nutzen des Einsatzes der Stammzellen-Therapie bei einer im Durchschnitt immer älter werdenden Bevölkerung, die zum Beispiel immer mehr unter Ausfallerscheinungen des Nervensystems leidet, wäre sehr gross.

 

29 septembre 2005

Les médecins fondent de grandes espoirs sur les cellules souches

La médecine moderne fonde de grands espoirs sur les cellules souches. Celles-ci sont en effet en mesure de se différencier pour donner différents types de cellules. Les médecins espèrent que ces cellules pourraient aider à remplacer des cellules qui ne fonctionnent plus ou à réparer des tissus détruits. On peut obtenir ces cellules souches, soit en les prélevant dans l'organisme d'adultes, soit en les prenant dans le tissu embryonnaire qui provient, par exemple, d'un embryon avorté. Dans le cadre du PNR 46, les scientifiques se sont intensivement occupés de l'utilisation de cellules souches pour traiter différentes maladies. Ces cellules ouvrent aussi des possibilités thérapeutiques que l'on considérait comme totalement impossibles il y a quelques années encore. Les bienfaits de cette utilisation de cellules souches seraient très importants, notamment chez une population toujours plus nombreuse de personnes âgées, qui est par exemple de plus en plus atteinte de phénomènes de troubles du système nerveux.

 

27. September 2005

Das Abwehrsystem muss überlistet werden

Dem Erfolg der Transplantationsmedizin wird durch das Immunsystem eine Grenze gesetzt. Zwar lässt sich das körpereigene Abwehrsystem des Menschen mit Medikamenten zum Teil unterdrücken, doch sie haben eine Reihe von Nebenwirkungen. Jetzt sind andere Ansätze gefragt und Forscher des NFP 46 zeigen neue Wege auf.

Statt nach Medikamenten zu forschen, die das Immunsystem noch weiter unterdrücken als dies heute möglich ist, suchen die Forscher nach anderen Methoden die Toleranz des Körpers gegen fremde Organe zu erhöhen. Das ist wichtig, weil mit den Immunsupressiva zum Beispiel das Auftreten von Nierenschäden oder Krebs in Verbindung gebracht wird.

Im NFP 46 liegt ein Schwerpunkt der Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der "Toleranz Induktion". Ziel ist es neue Methoden zu entwickeln, mit denen der Körper des Organempfängers dazu gebracht wird, ein fremdes Organ zu tolerieren und nicht mehr abzustossen. Neben dem Einsatz in der Transplantationsmedizin könnte die Toleranzinduktion bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen eine Rolle spielen. Bei diesen Krankheiten arbeitet das Immunsystem gegen den eigenen Organismus - oft mit fatalen Folgen.

 

27 septembre 2005

Il faut tromper le système immunitaire

Le système immunitaire impose des limites à la médecine de transplantation. On sait que le système de défense du corps humain peut être partiellement supprimé au moyen de médicaments, lesquels cependant ont toute une série d'effets secondaires. On est donc à la recherche d'autres démarches et les chercheurs engagés dans le PNR 46 peuvent proposer de nouvelles voies de succès.

En effet, au lieu de continuer à chercher des médicaments qui continuent à supprimer le système immunitaire mieux que ce n'est possible de nos jours, les scientifiques recherchent d'autres méthodes grâce auxquelles on pourrait augmenter la tolérance à l'égard des organes étrangers. Cela est d'autant plus important que les immunodépresseurs sont, par exemple, mis en relation avec l'apparition de lésions rénales ou de cancers.

Dans les travaux du PNR 46, une priorité est accordée à des recherches dans le domaine de "l'induction de tolérance". Il s'agit de développer de nouvelles méthodes par lesquelles l'organisme du receveur d'organe est amené à tolérer un organe étranger et à ne plus le rejeter. En plus de leur utilisation dans la médecine de transplantation, l'induction de tolérance pourrait aussi jouer un rôle bénéfique dans le traitement des maladies auto-immunes. Dans ces maladies, le système immunitaire du sujet agit contre son propre organisme - avec des suites qui peuvent être fatales.

 

26. September 2005

Transplantationen müssen ethisch und gesellschaftlich abgestützt sein

Nicht alles, was medizinisch möglich ist, ist moralisch vertretbar und vieles, was medizinisch notwendig ist, ist nur unter Einhaltung bestimmter ethischer Normen in der Praxis umzusetzen. Das ist das wichtigste Ergebnis einer Vielzahl von Forschungsprojekten, die im Rahmen des NFP 46 "Implantate, Transplantate" in den letzten Jahren durchgeführt wurden. An ihnen haben sich in einem für die Schweiz einzigartigen Forschungsansatz Geistes- und Naturwissenschafter gemein-sam beteiligt. Durch diesen interdisziplinären Ansatz konnten sowohl die Mediziner als auch die Geisteswissenschafter profitieren.

Bei den im Rahmen des NFP 46 durchgeführten geisteswissenschaftlichen Forschungsprojekten standen zum Beispiel Fragen der ethischen Vertretbarkeit der Stammzellentherapie, der Verteil-gerechtigkeit von Spenderorganen und das Konzept des Hirntods im Mittelpunkt des Interesses der Wissenschafter.

 

26 septembre 2005

Les transplantations doivent bénéficier d'un large soutien éthique et social

Tout ce qui est médicalement possible n'est pas nécessairement défendable moralement et bien des démarches qui sont médicalement nécessaires, ne peuvent être mises en œuvre que dans le respect de certaines normes éthiques. C'est là le principal résultat de l'examen d'un grand nombre de projets de recherche qui furent envisagés ces dernières années dans le cadre du PNR 46 "Implants et transplants", auquel ont participé conjointement des spécialistes des sciences morales et des sciences physiques et naturelles dans une démarche unique pour la Suisse. Aussi bien les médecins que les scientifiques de la morale ont pu profiter des résultats obtenus.

Les projets des sciences morales traités dans le cadre du PNR 46 se sont en particulier intéressés aux questions de la légitimité éthique de la thérapie aux cellules souches, de l'équité de l'attribution des organes de donneurs et de la conception de la mort cérébrale.

 

Runder Tisch "Stammzellen"
15. März 2005

Ein Labor des gesellschaftlichen Diskurses

Mit einer Diskussion über die Bedeutung von Gesprächsrunden zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Bevölkerung und der Wissenschaft ging der Runde Tisch NFP 46/Science et Cité zum Thema Stammzellen am Montag in Basel zu Ende. An der öffentlichen Veranstaltung im City-Forum der Basler Zeitung wurde auch der Schlussbericht des Runden Tisches vorgestellt.

Über zweieinhalb Jahre haben die Mitglieder des Runden Tisches "Stammzellen" die verschiedenen Aspekte der Forschung mit Stammzellen diskutiert und die gemeinsam erarbeiteten Argumente nun in einem Schlussbericht dokumentiert. Die vertiefte Auseinandersetzung zwischen Forschenden und Vertretern der Bevölkerung über Fragen der Wissenschaft war Gegenstand der Podiumsdiskussion an der Abschlussveranstaltung. An ihr äusserten sich der Zürcher Politiker Andreas Gross, der Basler Staatsrechtler Felix Hafner und der Basler Journalist Philipp Cueni zum Stellenwert solcher Diskussionsforen für Politik und Gesellschaft.

"Ein Labor für den gesellschaftlichen Diskurs," nannte Philipp Cueni den Runden Tisch Science et Cité, in dem komplexe Fragen ausgelotet werden können. "Wo Hürden bestehen, wo Unverständnis herrscht zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, tritt hier zu Tage", meinte der Journalist. Nicht das nackte Resultat der Diskussionen ständen im Zentrum, sondern die Erfahrungen der Auseinandersetzung.


2004

 

22. November 2004

Stammzellforschung:
Hoffnung für Kranke, Herausforderung für die Forschung

Die Behandlung von Diabetes ist ein Beispiel für das Potential der Stammzellenforschung und die Hoffnung kranker Menschen auf bessere Behandlungsmethoden.

Runder Tisch "Stammzellen"
19. Oktober 2004

Stammzellforschung differenziert betrachtet

Der Runde Tisch ‚Science et Cité’ zum Thema Stammzellen hat sich an acht Treffen intensiv mit den Fragen rund um die Forschung an menschlichen Stammzellen auseinandergesetzt. Er diskutierte gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Gesichtspunkte. Das Ergebnis hat er nun in einer provisorischen Fassung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Am Runden Tisch "Stammzellen" beteiligten sich Bürgerinnen und Bürger der Region Basel sowie Forschende der Universität Basel. Er versteht sich nicht als repräsentatives Abbild der Schweizer Bevölkerung, aber als engagierte Gesprächsrunde aus Laien und Fachleuten, die sich nicht mit Schlagworten zufrieden gibt und sich um eine differenzierte Diskussion über die Forschung an menschlichen Stammzellen bemüht hat. Im Hinblick auf die Abstimmung über das Stammzellengesetz hat der Runde Tisch an einer Medienorientierung am Dienstag in Basel die wichtigsten inhaltlichen Ergebnisse der Diskussionen publik gemacht.

 

Runder Tisch „Stammzellen“
1. September 2004

„Wir sind mehr als unsere Gene“

Was bestimmt die menschliche Identität? Wird sie durch eine Therapie mit Stammzellen verändert? Erfüllen Stammzellen dereinst den Traum von der ewigen Jugend? Mit diesen Fragen der kulturellen Dimension der Stammzellforschung befassten sich die Teilnehmenden des Runden Tisches „Stammzellen“ an ihrem achten Treffen am Dienstag in Basel.

Die Möglichkeit, mit embryonalen Stammzellen oder Stammzellen eines Spenders kranke Menschen zu behandeln oder gar zu heilen, wird gegenwärtig intensiv erforscht, aber auch heiss diskutiert. Die Schweizer Stimmbürger werden Ende November über ein Referendum gegen das neu geschaffene Stammzellforschungsgesetz abstimmen. Eine differenzierte Auseinandersetzung mit den damit verbundenen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Fragen ist deshalb wünschenswert. Der Runde Tisch Science et Cité zum Thema Stammzellen ist sie in den vergangenen zwei Jahren angegangen und hat am jüngsten Treffen die Di-kussion mit dem kulturellen Aspekt abgeschlossen. Zentral dabei war die Frage, was die menschliche Identität bestimmt. Die Antwort kam von den Beteiligten aus der Basler Bevölkerung und der Universität Basel deutlich: „Wir sind mehr als unsere Gene.“

 

Runder Tisch „Stammzellen“
25. Mai 2004

Sprache: Warum sagen wir was wie?

Dass verschiedene Begriffe für dasselbe Phänomen uns gefühlsmässig unterschiedlich ansprechen, war das Thema am siebten Treffen des Runden Tisches "Stammzellen". Die Teilnehmer diskutierten die Rolle der Sprache vor dem Hintergrund der heutigen Wissens und Risikogesellschaft. Sie stellten fest, dass die Versuchung gross ist, die unterschiedliche Wahrnehmung eines Sachverhalts zur Verschleierung einzusetzen, und sprachen sich für mehr Offenheit und Transparenz im Diskurs mit der Öffentlichkeit aus.

Der Runde Tisch „Stammzellen“ befasste sich an seinem siebten Treffen zunächst mit der Rolle des öffentlichen Diskurses in der Wissensgesellschaft, in der Wissen zu einem Teil der Gesellschaft geworden ist, die es produziert. Gerade der Runde Tisch belegt die Bereitschaft der Gesellschaft, ihre eigenen Verhaltensmuster zu reflektieren, was in erster Linie nicht zu Konsens sondern zum Bewusstwerden unterschiedlicher Positionen führte. Der Runde Tisch leistet in diesem Sinn einen wichtigen Beitrag zur Fokussierung der Debatte und zur Verbreitung des Wissens.

 

Runder Tisch "Stammzellen"
16. Februar 2004

Stammzellen: Patente, Gesundheitskosten und Fragen der Identität

Die jüngste Nachricht über geglücktes Klonen menschlicher Embryonen in Südkorea zum Zweck der Gewinnung von Stammzellen beflügelte die Diskussionen des Runden Tisches Science et Cité zum Thema Stammzellen vom Samstag in Muttenz BL. Die Teilnehmenden erörterten die wirtschaftliche und die kulturelle Dimension der Stammzellforschung. Sie kamen unter Anderem zum Schluss, dass die Transplantation fremder Stammzellen die persönliche Identität des Empfängers wohl kaum tangieren dürfte.

Der Runde Tisch "Stammzellen" befasste sich an seinem sechsten Treffen zunächst mit der Frage von Patenten auf Lebewesen oder Stammzellen und setzte sich mit dem Einfluss künftiger Stammzellbehandlungen auf die Gesundheitskosten auseinander. Nach dem neuen eidgenössischen Patentgesetz, so zeichnet es sich in den laufenden Arbeiten ab, dürften unveränderte embryonale oder adulte Stammzellen und Stammzellllinien nicht patentierbar sein, wohl aber (gen)technisch modifizierte. Allerdings wäre der Patentinhaber gezwungen, jedem, der mit den patentierten Stammzellen arbeiten wollte, eine Lizenz zu gewähren. Überdies wären die Lizenzbedingungen geregelt. Diese Forderungen erachtet der Runde Tisch nach eingehender Diskussion als ausreichend, damit die weitere Forschung nicht blockiert würde.


2003

 

Runder Tisch "Stammzellen"
26. September 2003

Forschung an Stammzellen regeln und kontrollieren

Das eidgenössische Parlament hat in diesen Tagen das neue Gesetz über die Forschung an menschlichen Stammzellen beraten. In weiten Teilen stellen Laien und Forschende die gleichen Forderungen wie die Politiker, wie sich diese Woche am jüngsten Treffen des Runden Tisches Science et Cité zum Thema Stammzellen gezeigt hat. Die Teilnehmenden befürworten die Stammzellenforschung grundsätzlich, wollen sie aber streng geregelt und kontrolliert haben.

Die Teilnehmenden des Runden Tisches Science et Cité zum Thema Stammzellen haben sich an ihrem Treffen am Dienstag in Basel mit einem Fragekatalog zur gesellschaftlichen Dimension der Stammzellforschung befasst. Sie diskutierten nicht nur die grundsätzlichen Fragen, sondern auch detailliertere Bedingungen, welche die Forschung einhalten sollte. Sie wollen die Forschung an adulten Stammzellen und solchen, die aus überzähligen Embryonen gewonnen werden, zulassen. Sie sprachen sich aber mehrheitlich gegen die gezielte Herstellung von Embryonen für die Forschung aus. Eine kleine Minderheit jedoch möchte auch dies zulassen und noch einen Schritt weitergehen und auch das sogenannte therapeutische Klonen erlauben.

 

Runder Tisch "Stammzellen"
16. Juni 2003


Der Forschung mit Stammzellen Grenzen setzen

Der Runde Tisch Science et Cité zum Thema Stammzellen hat sich an seinem vierten Treffen vom 12. Juni 2003 in Basel mit der gesellschaftlichen und ethischen Dimension dieses Forschungsfeldes befasst. Er einigte sich auf einen Fragenkatalog, der als nächster Schritt beantwortet werden soll.

Zuvor hatten Teilnehmende des Runden Tisches zwei Projekte zur Stammzellenforschung an der Basler Universitätsklinik besucht, um sich einen konkreten Einblick in das Gebiet zu verschaffen: Das Projekt zur Behandlung mit Stammzellen beim 12 Wochen alten menschlichen Fötus im Mutterleib und das Projekt zur Verminderung des Rückfallrisikos nach Chemotherapie oder Bestrahlung bei Leukämie. Diese Besuche vermittelten das Rüstzeug für die detaillierte Diskussion um die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Fragen der Stammzellenforschung. Der Runde Tisch befand, dass der Forschungsfreiheit bei Stammzellen gewisse Grenzen zu setzen seien.

Obwohl die Forschung auch in der Schweiz längst angelaufen ist, wollen die Teilnehmenden des Runden Tisches doch noch die grundsätzliche Frage diskutieren, ob überhaupt an Stammzellen geforscht werden soll. Sind die Chancen so vielversprechend, wie sie dargestellt werden, dass sie die Risiken aufwiegen? Wenn ja stellt sich als nächstes die Frage, ob auch ambryonale Stammzellen benützt werden dürfen, die einem bis zu 14 Tage alten menschlichen Embryo entnommen worden sind. Weiter wollen die Teilnehmenden die allfällige Gewinnung von embryonalen Stammzellen erörtern.

 

RUNDER TISCH SCIENCE ET CITE "STAMMZELLEN"
3. Februar 2003


Therapie am Fötus stellt heikle ethische Fragen

Der Runde Tisch Science et Cité zum Thema Stammzellen hat sich an seinem dritten Treffen vom 1. Februar 2003 in Muttenz (BL) über zwei Basler Forschungsprojekte informiert und mit der Diskussion damit verbundener ethischer Fragen begonnen. Heikel ist vor allem das Projekt zur Stammzelltherapie am zwölf Wochen alten Fötus.


2002

 

RUNDER TISCH "STAMMZELLEN"

2. September 2002

Der Begriff "überzählig" ist abwertend

Die Teilnehmenden des Runden Tisches Science et Cité zum Thema Stammzellen haben sich mit dem Entwurf des Bundesgesetzes über die Forschung mit überzähligen Embryonen und embryonalen Stammzellen befasst. Fragen stellten sich ihnen zum Begriff "überzählig" und zum Vollzug des Gesetzes.

Mit einem Blick ins Mikroskop frischten die Teilnehmenden aus der Basler Bevölkerung am vergangenen Freitag in Basel zuerst ihre Kenntnisse über das Wesen von Zellen von Pflanzen und Tieren auf. Nach einer Einführung durch einen Vertreter des Bundesamtes für Gesundheit diskutierten sie danach zusammen mit den Science-Vertretern der Universität Basel den Entwurf des Bundesgesetzes zur Embryonen- und Stammzellenforschung.

Mit dem Begriff "überzählige" Embryonen, wie er im Gesetzesentwurf verwendet wird für die aus der Fortpflanzungsmedizin stammenden und nicht für die Einpflanzung in die Mutter gebrauchten Embryonen, taten sich einige der Teilnehmenden schwer. Sie empfanden ihn als abwertend und für ein keimendes menschliches Wesen als unangemessen, selbst wenn dieses zum Absterben verurteilt ist.

 

26. Juni 2002

3.5 Millionen Franken für neue Projekte im NFP „Implantate und Transplantate“

Stärkung der adulten Stammzellforschung in der Schweiz

Mit einer zweiten Ausschreibung verstärkt das Nationale Forschungsprogramm „Implantate und Transplantate“ (NFP 46) die Forschung über Nabelschnurblut- und adulte Stammzellen, über biologische Implantate sowie die natürliche Gewebeverträglichkeit. Für neue Projekte auf diesen Gebieten stehen 3.5 Millionen Franken zur Verfügung. Das NFP 46 wurde im Juli 2000 gestartet, dauert 5 Jahre und hat ein Gesamtbudget von 15 Millionen Franken.

 

26 juin 2002

3,5 millions pour des projets de recherche du Programme national de recherche «Implants et transplants»

La recherche sur les cellules souches adultes est encouragée

La deuxième mise au concours du Programme national de recherche «Implants et transplants» (PNR 46) intensifie la recherche sur les cellules souches issues du sang ombilical et les cellules souches adultes, les implants biologiques et degré de tolérance immunitaire naturelle. 3,5 millions de francs sont disponibles pour les nouveaux projets dans ces domaines. Débuté en juillet 2000 pour 5 ans, le PNR 46 est doté d’un budget global de 15 millions.

 

Runder Tisch "Stammzellen"

2. Juni 2002

Die verflixten Alleskönner unter den Zellen

Über die Verwendung menschlicher Stammzellen diskutiert ein dritter Runder Tisch Science et Cité. Ein Dutzend Vertreterinnen und Vertreter der Basler Bevölkerung sowie zehn Forschende aus dem Nationalen Forschungsprogramm "Implantate, Transplantate" haben am Freitag und Samstag ihre auf zwei bis drei Jahre angelegten Gespräche in Bad Bubendorf BL mit grundsätzlichen Aspekten des Themas aufgenommen.