AKTUELLE DISKUSSION / EN DISCUSSION

 

 

Stammzellen - Les cellules souches

 

 

News - Nouvelles | Stammzellen- und Knochenmarktransplantationen - Transplantations de cellules souches et de la moelle osseuse | Runder Tisch "Stammzellen" | Forscher im NFP 46 nehmen Stellung - Les chercheurs dans le PNR 46 prennent position | Stimmen - D'autres voix


europa.eu.int/comm/research/quality-of-life/stemcells.html

 

Positionspapier des SNF zur Verwendung von menschlichen, embryonalen Stammzellen in der biomed. Forschung
Position du FNS sur l'utilisation des cellules souches embryonnaires humaines dans la recherche en biomédecine

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NEWS   


Stammzellen helfen gegen Blasenschwäche

Mit patienteneigenen Stammzellen haben amerikanische Ärzte erfolgreich Frauen gegen Harninkontinenz behandelt. Dazu entnahmen sie adulte Stammzellen aus Skelettmuskeln, vermehrten sie im Labor und injizierten sie in das die Harnröhre umgebende Gewebe. Die Behandlung erforderte keinen stationären Krankenhausaufenthalt, verbesserte die Funktion des Schließmuskels und führte nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen. Weitere Studien sollen helfen, die Technik des neuen Verfahrens zu optimieren, berichteten die Mediziner auf der Jahrestagung der American Urological Association in Atlanta.

Financial Times Deutschland, 23.05.2006


Hinweise auf Zusammenhang zwischen Stammzellen und Brustkrebs

In der menschlichen Brust sollen bis zu 20 Prozent aller Tumore ihren Ausgangspunkt in Stammzellen haben. Forscher in Island haben dreidimensionale Brustzellkulturen gezüchtet, um unerwartete Zusammenhänge zwischen diesen Stammzellen und Malignen zu erklären. Diese Stammzellen könnten laut Valgardur Sigurdsson Gegenstand der Krebsbehandlung werden und zu neuen Therapien führen, die dem Krebs an der Wurzel den Garaus machen. Es ist zu hoffen, dass sie auch nützliche Werkzeuge für die Prüfung neuer Wirkstoffe sein könnten.

Hospitalis, 18.05.2006


Gute Besserung, Achillessehnenverletzung bei Ratten mit Stammzellen geheilt

Der Kreuzbandriss ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch langwierig. Verletzungen an Sehnen und Bändern sind besonders für Sportler ein einschneidendes Erlebnis. Sie können mehrere Monate nicht trainieren und nach einer Operation kommt es häufig zu Komplikationen. Künftig könnte damit Schluss sein: Forschungen eines deutsch-israelischen Wissenschaftler-Teams haben gezeigt, dass Sehnenverletzungen bei Ratten mit adulten Stammzellen geheilt werden können ( Journal of Clinical Investigation, Bd. 116, S. 940, 2006). Ob sich die Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, wird zurzeit untersucht.

Süddeutsche Zeitung (D), 05. April 2006 / Bio World, 08. Mai 2006 / Schweizer Apothekerzeitung, 24. Mai 2006


Stammzellen statt Tierversuche

Deutsche Wissenschafter entwickeln ein neues Verfahren zur Feststellung von Schäden. Hunderttausende Tierversuche sollen durch eine von deutschen Wissenschaftern neu entwickelte Stammzellen-Technologie überflüssig werden. Der auf Mäuse-Stammzellen basierende Test besitze "mindestens die gleiche Aussagekraft über mögliche toxische Wirkungen auf ungeborenes menschliches Leben wie Tierversuche an Mäusen, Kaninchen, Ratten oder Meerschweinchen", berichtete der Mitentwickler des Verfahrens, der Mediziner Heribert Bohlen.

St. Galler Tagblatt, 04.05.2005


Eizellen aus der Haut - Ungewöhnliche Entdeckung der Stammzellforschung

Kanadische Wissenschaftler wollen transgene Schweine züchten

An der Universität von Guelph macht jetzt ein besonderer Cocktail Furore. Es ist allerdings kein satanarchäolügenialkohöllischer Wunschpunsch sondern ein Mix aus Wachstumsfaktoren und Nährstoffe, der Stammzellen der Haut nach rund 50 Tagen in Eizellen verwandelt.

Die Welt (D), 31.03.2006


Pluripotente Stammzellen aus Mäuse-Hoden

Eine Forschergruppe aus Göttingen hat möglicherweise eine neue Quelle ethisch unbedenklicher Zellen mit den Eigenschaften embryonaler Stammzellen gefunden.' Das Team von Gerd Hasenfuss berichtet nämlich von Zellen, die sie aus Hoden erwachsener Mäuse isoliert haben und die genau jene Eigenschaften aufweisen, die embryonale Stammzellen auszeichnen.

Neue Zürcher Zeitung, 29.03.2006


Les cellules souches divisent l'Amérique

A San Francisco, les travaux de l'institut qui devait financer la recherche sur les cellules souches humaines sont bloqués par un procès. Quinze mois après l'adoption par près de 60 % des électeurs californiens de la proposition 71, aucun projet scientifique n'a encore bénéficié des fonds publics que prévoit la mesure. La raison d'une telle paralysie est d'abord juridique. En ce moment se déroule un procès, à Hayward, à l'est de San Francisco, qui cristallise toutes les passions déchaînées sur ce sujet depuis le vote historique des Californiens. Ce jour de novembre 2004 où ils votaient pour le candidat démocrate John Kerry, ces électeurs choisissaient aussi d'adopter la proposition présentée par leur gouverneur, Arnold Schwarzenegger. Un texte prévoyant de financer avec l'argent des contribuables du Golden State, la recherche privée sur les cellules souches humaines à hauteur de 3 milliards de dollars sur dix ans.

Les Echos, 23. März 2006


Mit Mäusen Menschen helfen

Basler Forscher haben ein Modell entwickelt, mit dem sie in Mäusen die Entstehung und Behandlung menschlicher Leukämie nachempfinden können.

In der Schweiz erkranken jedes Jahr etwa 700 Menschen an Leukämie. Über die Ursachen von Leukämien ist wenig bekannt, deshalb sind je nach Krebsart auch die Behandlungsmöglichkeiten begrenzt. Wenn möglich werden Leukämiepatienten mit Chemotherapien oder gezielt wirkenden Medikamenten behandelt. Und falls notwendig folgt darauf eine Knochenmarktransplantation, sofern sich ein geeigneter Spender finden lässt. Obwohl die Heilungschancen heute wesentlich höher sind als noch vor 20 Jahren, kann Leukämie noch nicht bei allen Patienten endgültig besiegt werden, sondern beginnt nach der Behandlung manchmal wieder zu wuchern.

Deshalb müssen die Ärzte sicherstellen, dass nach der ersten Behandlung möglichst keine Leukämiezellen mehr vorhanden sind. Hier setzt das Projekt von Aleksandra Wodnar-Filipowicz, Christian Kalberer und ihrem Team am Departement Klinisch-biologische Wissenschaften der Universität Basel ein: Die Leukämiezellen im Blut von Patienten sollen auf ein Minimum reduziert werden.

Bio World, 22. März 2006


Einschränkungen in der Stammzellforschnung

Forscher fühlen sich in den USA (und anderswo) eingeengt durch politische, regulative und finanzielle Barrieren sowie durch die Diskussion über die Ethik der Stammzellenforschung. Nun hat Woo Suk Hwang, der "gefallene" Stammzellbiologe, einen Ausweg gefunden: Er offeriert in seiner "World Stem Cell Foundation" den Forschern weltweit, mit Stammzellen zu forschen, ohne sie selbst zu gewinnen; auf Bestellung, alles schneller und ohne die derzeitigen Einschränkungen

Swiss Medical Forum, 08.03.2006


Stem cells: A route to cancer's source

One day, perhaps in the distant future, stem cells may help repair diseased tissues. But there is a far more pressing reason to study them: Stem cells are the source of at least some, and perhaps all, cancers.

International Herald Tribune, 23.02.2006


Experts plead for stem cell cash

Leading UK stem cell scientists have called on the government to invest at least £350m in research by 2016. The report is from the UK Stem Cell Initiative, set up in this year's Budget charged with setting out a 10-year vision for the field. The government said it accepted the report's recommendations, and pledged an extra £50m funding up to 2007.

BBC News, December 2nd, 2005




Stammzellen aus der Nabelschnur - Des cellules souches du cordon ombilical

Leonors Nabelschnur - Stammzellen der spanischen Prinzessin in Amerika eingefroren

Das kleine Geheimnis der spanischen Kronprinzessin Leonor wurde nur knapp vier Monate alt. Nachdem erste Berichte am Wochenende in die lokalen Zeitungen geraten waren, wurde es nun auch bei Hofe bestätigt; Die Stammzellen der Kleinen aus dem Blut in der Nabelschnur wurden unmittelbar nach der Geburt am 31 . Oktober vergangenen Jahres konserviert und diskret per Luftpost in die Vereinigten Staaten gebracht. Seitdem werden sie, bei nahezu zweihundert Grad unter Null in flüssigem Stickstoff eingefroren in einer Blutbank in Tucson im Bundesstaat Arizona aufbewahrt - für alle Fälle.

FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. März 2006


Espagne: les bébés médicaments de l'héritière du trône

La Péninsule n'a pas fini de nous étonner. Même la très catholique famille royale se veut à la pointe de la révolution génique. Quitte à contourner la loi.

Tribune de Genève, 28.02.2006


Hoffnung aus der Nabelschnur

Eltern lassen das Blut ihres Kindes für spätere Stammzellentherapie einfrieren.

Die Welt (D), 06.01.2006



Hilfe fürs Herz? - De l'aide pour le coeur?   

Stammzelltherapie hilft nicht nach Infarkt

Nach einem Herzinfarkt setzt der Körper vermehrt Stammzellen aus dem Knochenmark frei. Sie helfen, das geschädigte Herzgewebe zu reparieren. Eine Therapie, die diese Stammzellmobilisierung verstärkt, müsste daher theoretisch den Heilungsprozess fördern. In der Praxis tut sie das leider nicht, berichten deutsche Mediziner im "Journal of the American Medical Association (JAMA)". Trotz der erfolgreichen Mobilisierung von Knochenmarkstammzellen durch Injektion eines Wachstumsfaktors ließ sich dadurch weder das Ausmaß der Schäden im Herzgewebe verringern noch die Pumpleistung des Herzens steigern. An der neuen Doppelblindstudie von Albert Schömig und seinem Team vom Deutschen Herzzentrum München nahmen 114 Patienten teil - mehr als in den drei bisher durchgeführten Studien dieser Art zusammen. Die eine Hälfte erhielt neben der Standardbehandlung fünf Tage lang täglich eine Injektion mit dem Wachstumsfaktor, die andere Gruppe ein Placebo. Kontrolluntersuchungen erfolgten vier bis sechs Monate nach dem Infarkt. Es gibt demnach keine Hinweise darauf, dass die Aktivierung des Selbstheilungsprozesses über körpereigene Stammzellen eine wirksame Therapie nach einem Herzinfarkt sein könnte. WSA

Financial Times Deutschland, 01.03.2006


Unsteter Beistand für kranke Herzen

Stammzellen können zerstörtes Gewebe nach Infarkt offenbar doch nicht reparieren

Süddeutsche Zeitung (D), 01.03.2006


Unsichere Hilfe für das Herz - Stammzelltherapie nach einem Infarkt: Die Ergebnisse sind äußerst widersprüchlich

Noch vor wenigen Jahren wurde weithin angenommen, die Therapie des Herzinfarktes mit körpereigenen Stammzellen stehe kurz vor dem Durchbruch. Doch wie so oft in der Medizin scheint das Ziel mit zunehmendem Wissensstand eher in die Ferne zu rücken. Nach anfänglichen Erfolgsmeldungen mehren sich jedenfalls die Hinweise darauf, daß die Verwandlungskünstler aus dem Knochenmark geringere Heilkräfte besitzen als zunächst vermutet. Zu diesem Schluß kommen nun auch belgische Wissenschaftler in einer neuen Studie. Untersucht wurden rund 70 Patienten, die gerade einen Herzinfarkt erlitten hatten.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.01.2006


Zellenkur fürs Herz

Stammzellen verbessern die Herzleistung

Bei einem Herzinfarkt stirbt ein Teil des Herzmuskels ab, unwiederbringlich - es droht ein weiterer Infarkt. Die neue Hoffnung: Stammzellen, die Nerzmuskelgewebe bilden können. Eine deutsche Studie liefert neue Ergebnisse.

Gesundheit Sprechstunde, 13.01.2006




Adulte Stammzellen zu Nervenzellen bilden

Mit einem kleinen synthetischen Molekül könnte ein neuer Ansatz gegen neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson oder Multiple Sklerose gefunden werden: Der Wissenschaftler Peter Schultz vom Scripps Research Institute in La Jolla/Kalifornien (http ://schultz. scripps. edu) hat mit seinem Team einen Wirkstoff synthetisiert, der neuronale Rattenhirn-Stammzellen dazu anregt, selektiv zu Nervenzellen (Neuronen) zu differenzieren. Damit könnte das Molekül namens Neuropahtiazol ein neuer Lösungsansatz für die Herstellung von Stammzellen sein.

Schweizer Apothekerzeitung, 16.02.2006


Deutschland: Bioethik-Kommission für Lockerung des Stammzellengesetzes

Gremium des Landes Rheinland-Pfalz stellt Bericht vor - Experten plädieren auch für neues Gesetz zur Fortpflanzungsmedizin

Die Welt (D), 19.01.2006

Mein wunderbarer Stammzellkurs

Wer mit menschlichen Embryozellen arbeiten will, fährt wohl besser nicht nach Korea. Sondern dorthin, wo alles begann. Ein Selbsterfahrungsbericht aus dem Labor.

Frankfurter Allgmeine Zeitung, 08.01.2006


Sauerstofftherapie mobilisiert Stammzellen

Heilung von Verletzungen könnte damit angekurbelt werden

Die Welt (D), 03.01.2006


Stammzellen am Fisch - Wie die Regeneration der Flosse startet

Wie der Zebrafisch zerstörte Körperteile wie Herz, Sehnerv oder Flossen wieder nachwachsen läßt, ist in vielen Schritten bereits bekannt. Aber wie die Regenerationsprozesse ihren Anfang nehmen, blieb bislang im dunkeln.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.12.2005


Herz in der Petrischale - Mäusezellen sind nicht sicher genug

Biotech-Firmen aus den USA erproben jetzt den Einsatz embryonaler Stammzellen in der Pharmaforschung

Embryonale Stammzellen wurden bis vor kurzem gern als Alleskönner verkauft, die eines Tages krankes Gewebe ersetzen und so Diabetes, Alzheimer, Parkinson und andere Leiden heilen sollen. Bislang ist das nur ein Versprechen, von dem nicht bekannt ist, ob es jemals eingelöst werden kann. Nach dem dreisten Betrug des Klonforschers Hwang Woo-suk in Südkorea ist die gesamte Disziplin um Jahre zurückgeworfen.

Financial Times Deutschland, 09.03.2006


Stem cell scientists draw up ethical charter

The first ethical guidelines for carrying out international stem cell research in the face of conflicting national policies were released at a conference in Britain yesterday.

Financial Times,25.02.2006


Stammzellen bei der Arbeit zuschauen

Magnetresonanz-Bildgebung ermöglicht In-vivo-Beobachtung: Bereits heute werden Diabetes- oder Parkinson-Patienten zur Therapie menschliche fötale Stammzellen injiziert. Ob und wie lange diese im Körper überleben und ob sich aus ihnen tatsächlich die benötigten Gewebezellen bilden, ist aber unklar. Mittels bildgebender Verfahren versuchen Forscher deshalb, die Zellen im Körper genau zu beobachten.

Neue Zürcher Zeitung, 22.02.2006

 


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Positionspapier des SNF zur Verwendung von menschlichen, embryonalen Stammzellen in der biomed. Forschung
Position du FNS sur l'utilisation des cellules souches embryonnaires humaines dans la recherche en biomédecine

"Ein Totalverbot ist keine Lösung"

"...Der Embryo hat von Anfang an eine eigene Würde. Ich setze sie aber nicht mit der Menschenwürde gleich. Diese ist etwas so Hohes, dass sie für die geborenen Menschen reserviert bleiben muss. Mit allen Implikationen: Wenn ein Mensch in Not ist, muss man alles unternehmen, um ihn zu retten. Wenn er stirbt, muss man ihn beerdigen und so weiter. Die Würde des Embryos wächst aber mit jedem Tag, je komplexer er wird. Und es ist klar: Auch der Embryo bedarf von Anfang an unserer Fürsorge und ist nicht einfach ein Material zum Verbrauchen.

Ein sieben Tage alter Embryo hat bereits eine Würde und darf grundsätzlich nicht zerstört werden, wenn er sonst eine Überlebensmöglichkeit hätte. Man darf ihn auch nicht eigens herstellen mit dem Ziel, ihn zu zerstören. Anders ist die Situation aber bei überzähligen Embryonen. Sie wurden zur Herbeiführung einer Schwangerschaft hergestellt, konnten der Frau aber aus unvorhergesehenen Gründen nicht eingepflanzt werden. Diesen Embryo müsste man sterben lassen. Nur in dieser Situation soll die Frau ein Recht haben, den Embryo für die Gewinnung von Stammzellen zu spenden. Dabei wird er ebenfalls zerstört. Aber es ist die Beendigung eines Lebens, die sowieso passieren musste..."

Prof. Christoph Rehmann, Päsident der Nationalen Ethikkommission, im Tages Anzeiger, 20. Oktober 2004

Transplantierte Stammzellen im Gehirn aktiv
Neue Ergebnisse besonders für die Epilepsie-Forschung interessant
Embryonale Stammzellen können zur Regeneration von Hirngewebe beitragen. Das hat eine deutsche Forschergruppe um Oliver Brüstle vom Bonner Institut für Rekonstruktive Neurobiologie auf dem 6th European Congress on Epileptology in Wien berichtet.

Brüstle und seine Kollegen konnten in Zellkulturen und in Tiermodellen das Potenzial der aus embryonalen Stammzellen (ES) gezüchteten Nervenvorläuferzellen demonstrieren: Nach einer Transplantation in das Empfängergewebe integrierten sich diese Vorläuferzellen morphologisch und funktionell. Möglicherweise könne so die Regenerationsfähigkeit des zentralen Nervensystems verbessert werden, hoffen die Forscher.

Ob die Regeneration von Nervengewebe im Gehirn durch diesen Ansatz verbessert werden kann, ist derzeit noch fraglich, und damit auch, ob Epilepsie-Patienten mit dieser Methode geholfen werden kann. Doch neben der Möglichkeit, chirurgisch entfernte oder anderweitig verloren gegangene Nervenzellen zu ersetzen, bietet die Transplantation von Stammzellen in das Gehirn auch die Möglichkeit, anfallshemmende Stoffe in das epileptische Gehirn einzuschleusen.

The Journal of Neuroscience (Bd. 24, S. 5258)



Stammzellen- und Knochenmarktransplantationen - Transplantations
de cellules souches et de la moelle osseuse
  


"Beide Kinder sind wieder zu Hause"

Herr Seger, Ende Januar haben Sie mit Ihrem Team im Kinderspital Zürich eine Knochenmarktransplantation durchgeführt. Was war so besonders daran?
Eigentlich war der Eingriff bei uns reine Routine. Doch die Vorgeschichte dazu nicht. In einer Fertilitätsklinik in Brüssel wurden die Embryonen bereits vor der Implantation in die Gebärmutter molekularbiologisch untersucht, um nach der Geburt ein gesundes Kind zu erhalten, das seinem schwer kranken Bruder als geeigneter Spender dienen kann. Voraussetzung war, dass es ein Mädchen sein muss, weil dann die Erbkrankheit nicht auftritt, und dass zudem die Gewebsmerkmale der beiden Geschwister übereinstimmen. Auf diese Weise lässt sich bei einer Knochenmarktransplantation eine Abstossungsreaktion beim Empfänger verhindern.

Tages-Anzeiger, 30.05.2006

Hoffen auf eine Stammzellentransplantation

Roby Molnar leidet an der tödlichen Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Aufgegeben will er aber nicht. In Brasilien liess er sich einem verheissungsvollen Experiment unterziehen.

Anzeiger von Uster, 04.05.2006


Wenn die Kraft zum Spielen fehlt
Leukämiekrankes Mädchen braucht Blutstammzellen-Transplantation

"Für mich ist zum zweiten Mal die Welt zusammengebrochen", beschreibt die Mutter der vierjährigen B.* jenen Moment, als beim Arztbesuch herausgefunden wurde, dass ihre Tochter erneut an Leukämie erkrankt ist.

Zum ersten Mal wurde bei B. die Krankheit im Alter von 20 Monaten diagnostiziert. "Die Chemotherapie wirkte von Anfang an gut", erinnert sich die Mutter. Im vergangenen Mai war die zweieinhalb Jahre dauernde Therapie endlich abgeschlossen. Daheim in Iseltwald wurde mit Freunden und Verwandten ein Fest gefeiert. Das Mädchen bekam blaue Ohrstecker, weil sie die ganze Zeit so tapfer war.

"Nun beginnt alles wieder von vorne, und diesmal sind die Medikamente fünfmal stärker als beim ersten Mal", sagt die Mutter. Bisher blieben die Organe unbeschädigt. "Aber wie sieht dies nach weiteren Jahren Chemo aus?", fragt sie sich.

Eine Blutstammzellen-Transplantation würde dem kleinen Mädchen eine weitere zweieinhalbjährige Chemotherapie ersparen. Ein Spender muss ausserhalb der Familie gefunden werden, denn "die Zellen von mir und meinem Mann passen nicht", weiss die Mutter. Getestet wurde dies bereits nach der ersten Diagnose. Die Zellen des zweijährigen Bruders eignen sich ebenfalls nicht. "Ich weiss, dass es viel Glück braucht, einen geeigneten Spender zu finden. Arbeitskollegen meines Mannes lassen sich testen, und meine Schwester hat einen Spendenaufruf gestartet."

Berner Oberländer, 16.11.2005


Stammzellen-Therapie ausgezeichnet

Kantonsspital St. Gallen gehört zum kleinen Kreis von Kliniken mit Akkreditierung

Chemotherapien sind gegen Krebs ein probates Mittel. Ihre Wirksamkeit stösst allerdings dort an Grenzen, wo die hohe Dosierung die Blutbildung im Knochenmark zerstören könnte. Mit Stammzelltransplantation kann diese Gefahr umgangen werden.

Urs Hess hat sich intensiv auf seine Aufgabe am Kantonsspital St.Gallen vorbereitet. Nach der breiten Ausbildung in Innerer Medizin bis zum FMH-Facharzttitel spezialisierte sich Hess auf die Onkologie, ehe er sich auf Hochdosistherapien und Leukämie als Teil der Onkologie fokussierte. Nach einem intensiven Weiterbildungsjahr an der Universitätsklinik in Frankfurt begann Hess vor 14 jahren mit dem Aufbau der Stammzelltransplantation am Kantonsspital.

St. Galler Tagblatt, 21.11.2005


Registre suisse de donneurs de moelle
La Suisse dispose d'un réseau de près de 9 millions de donneurs

Plus de 9 millions de personnes dans le monde sont prêtes à donner des cellules souches de leur moelle osseuse. Un geste qui peut sauver les personnes souffrant de leucémie ou d'une autre maladie grave de la moelle osseuse. Chaque année en Suisse, on enregistre 100 nouveaux cas de maladies graves de la moelle osseuse

Ces maladies peuvent aujourd'hui être guéries grâce à une transplantation de cellules souches dites "hématopoïétiques". Ces cellules, que l'on trouve dans la moelle osseuse, le sang périphérique ou dans le sang du cordon ombilical, participent à la formation de cellules sanguines.

ATS, 9 juin 2004


Blutbildende Stammzellen
Schweizer Spenderinnen und Spender gesucht


Über neun Millionen Personen sind weltweit bereit, blutbildende Stammzellen zu spenden. Trotz dieser Zahl ist es laut dem Schweizer Register für Knochenmarkspender schwierig, identische Gewebegruppen zwischen Patienten und Spendern zu finden.

Die Chancen lägen bei 1:1000 bis 1:1 Million, teilte die Stiftung am Mittwoch mit. Die Transplantation von blutbildenden (hämatopoietischen) Stammzellen sei aber für Patienten, die an einer Leukämie oder einer anderen schweren Knochenmark-Erkrankung leiden, oft die letzte Hoffnung auf Heilung.

Die Spender sind in 54 Registern in 39 Ländern und 36 Nabelschnurbanken in 21 Ländern registriert.


Knochenmarktransplantation unter Geschwistern: Vorgehen?

Bei welchem Krebsleiden wird eine Knochenmarktransplantation unter Geschwistern angewendet? Wie ist das Vorgehen? Welche Medikamente werden dem Spender vor der Transplantation verabreicht? Welche medizinischen Abklärungen müssen vorgängig gemacht werden?

Antworten

 

 

 

 

 

Science et Cité - Runder Tisch "Stammzellen"


Während zweieinhalb Jahren trafen sich trafen sich BürgerInnen und WissenschafterInnen aus dem Raum Basel am Runden Tisch "Stammzellen" zu zahlreichen intensiven Gesprächen über die Stammzellforschung

 

 

 

Les chercheurs du PNR 46 prennent position

Forscher aus dem NFP 46 nehmen Stellung


Adrian Holderegger
NFP 46-Projektleiter

Ethische Überlegungen zur verbrauchenden Embryonenforschung
Uni-Wochenblatt, 23. März 2002

Alexandre Mauron
Mitglied der Leitungsgruppe NFP 46

... auch das therapeutische Klonen (ist) vertretbar...
Basler Zeitung, 20. Juni 2002

Marisa Jaconi
Projektleiterin im NFP 46

Embryonenforschung und Gentechnologie stellen uns vor grosse ethische Herausforderungen. Es ist dringend notwendig, die Debatte zu öffnen und einen gesetzlichen Rahmen zu schaffen, um Missbrauch zu vermeiden und gleichzeitig der Forschung zu ermöglichen, weiter voranzukommen. Man kann aber nicht zehn Jahre warten. Die Sache muss beschleunigt werden und das ist auch möglich. Dies belegt der in wenigen Monaten ausgearbeitete Gesetzesentwurf zur Embryonenforschung.
SNF Info Nr. 1 - März 2003

"Mein Ziel ist es, die Herzmuskeln wieder zum Nachwachsen zu bringen"
Das Magazin, 11. Mai 2002

"... die importierten Zellen sind nicht rein genug, um therapeutisch genutzt zu werden..."
Basler Zeitung, 6. September 2002

 

zu Life Sciences
Chemie, 27. Mai 2002

Wolfgang Holzgreve
Projektleiter im NFP 46

Eine Lücke im Schweizer Fortpflanzungsgesetz ermöglicht die umstrittene Präimplantationsdiagnostik
Facts, 28. März 2002

Alois Gratwohl
Mitglied der Leitungsgruppe NFP 46

"Zelltransfer mit therapieorientiertem Konzept als Ziel"
NZZ am Sonntag, 16.Juni 2002 - Kommentar

 

"Stammzellforschung ist eine Chance für die Menschen"
Basellandschaftliche Zeitung,
21. August 2002

 

"... La recherche ne pourra pas avancer que si elle est autorisée d'utiliser toues les types de cellules souches....."
La Liberté, 31 juillet 2002

 "Die Erfahrung mit der Transplantation blutbildender Stammzellen in der Behandlung von Patienten mit schweren Erkrankungen des Knochenmarks zeigt auf, dass der Umgang mit embryonalen Stammzellen gelernt werden kann und die Forschung dringend notwendig ist. Fehler der Vergangenheit sollten nicht wiederholt werden."
Bio World
5-2002
 "Beim Thema Klonen denken wir gleich an Star Wars"

Die Stammzellenforschung ist umstritten. CVP-Nationalrätin Rosmarie Dormann zeigt sich gegenüber dem Forscher Alois Gratwohl äusserst skeptisch.
Neue Luzerner Zeitung, 16. August 2003

 "...Jede Entwicklung schliesst Vor- und Nachteile ein - Gewinn und Risiken. Die Menschheit hat aber gut gelernt, damit umzugehen.
NZZ, 9. September 2003
Peter Bürkli
NFP 46-Projektmitarbeiter

Über die von Land zu Land unterschiedliche Rechtslage für die Stammzellforschung in Europa
Bioworld, 3-2002

Daniel Surbek
NFP 46-Projektleiter

"Stammzellforschung wird auch dem ungeborenen Leben zugute kommen."
Tages Anzeiger, 6. Juni 2002

Wolfgang Holzgreve
NFP 46-Projektleiter

"...der Nutzen einer privatne Nabelschnurblutbank-Einlage kann noch nicht richtig eingeschätzt werden.... Statistisch ist die Chance äusserst gering, dass das eingelagerte Blut jemals für den Eigenbedarf benötigt wird...."
NZZ, 1. Februar 2003

 

Gentherapeutische Behandlung von Stammzellen des Fötus: "Bevor diese Therapie beim Menschen eingesetzt werden kann, müssen nicht nur die Fragen der Sicherheit geklärt, sondern es müssen auch die begleitenden ethischen Probleme angegangen werden"
Basler Zeitung, 21. November 2002


Andere Stimmen - D'autres voix  

 







 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Biologe Rudolf Jaenisch: "Diese Embryos würden nie leben" - "Therapeutisches Klonen ist machbar und ethisch unbedenklich"
NZZ am Sonntag, 25. Mai 2003

Dominique Sprumont: "Manchmal sind die Ethikkommissionen eher der Forschung zugeneigt als dem Schutz der Patienten"
Tages Anzeiger, 4. September 2002

"Ethiker sagen ja zur Forschung an Stammzellen"
Basler Zeitung, 20. Juni 2002

"Das gewagte Spiel mit der menschlichen Freiheit": Gegen die Instrumentalisierung menschlichen Lebens
Basler Zeitung, 11. Juli 2002

"Die Wissenschaft braucht einen Kompass": Interview mit Ruth Dreifuss
Tages Anzeiger, 28. Juni 2002

"Scheinheilige Argumentation: Fristenlösung: ja - Stammzellforschung: nein
Weltwoche, 6. Juni 2002

"..auch unter dem falschen Euphemismus segelndes therapeutisches Klonen ist verfassungswidrig..."
sowie "Praktische Anwendung nur für adulte Stammzellen?
NZZ, 25. Mai 2002

Patienten und Eltern von Embryonen haben das Wort
Tages Anzeiger, 23. Mai 2002

"Le clonage thérapeutique"
Temps, 4 juin 2002

l'Eldorado biologique: des milliards en jeu?
Pour Daniel Vasella, CEO Novartis, les considérations médicales devront passer bien avant les considérations économiques.
Dimanche, 26 mai 2002

Les ovules impregnés sont exclus
AGEFI, 23 mai 2002